Die besten EQ-Einstellungen für jedes Musikgenre – und warum du sie eigentlich nicht kennen musst
Hip-Hop will Subbass. Klassik will in Ruhe gelassen werden. Hier erfährst du, welche Kurven für welches Genre wirklich funktionieren, was jeder Eingriff bewirkt und wie du dir das Einstellen von Hand sparst.
Suchst du nach Equalizer-Einstellungen, stößt du auf eine Wand aus Zahlen: 60 Hz +4, 230 Hz -2, 3 kHz +3. Präsentiert werden sie, als ob jedes Paar Ohren, jedes Paar Earbuds und jeder Song dasselbe wollte. Nichts davon stimmt. Es lohnt sich aber, die Logik hinter den Zahlen zu verstehen, denn sobald du siehst, was jedes Frequenzband macht, musst du keine Tabellen mehr abschreiben.
Was die Frequenzbänder wirklich tun
Subbass, etwa 20 bis 60 Hz, ist der Teil, den du eher spürst als hörst. Bass, 60 bis 250 Hz, ist der Bereich, in dem die Kickdrum einschlägt. In den unteren Mitten, 250 bis 500 Hz, wird es matschig, wenn du zu dick aufträgst. Die oberen Mitten, 2 bis 4 kHz, tragen die Verständlichkeit von Stimmen – hebst du sie an, setzt sich eine Stimme durch; übertreibst du es, wird sie schrill. Oberhalb von 8 kHz liegt die Luft: Becken, Atem, das Raumgefühl einer Aufnahme.
Kurven, die funktionieren – Genre für Genre
Hip-Hop und R&B: Heb den Subbass an, aber halte die unteren Mitten zurück, statt sie gleich mit anzuheben, sonst säuft die Stimme ab. Der Fehler liegt darin, „mehr Bass“ wie einen einzigen Regler zu behandeln – dabei ist es keiner, und der Unterschied zwischen 50 Hz und 200 Hz ist der Unterschied zwischen Wucht und Matsch.
Klassik und Jazz: Lass fast alles, wie es ist. Das sind Aufnahmen, die Toningenieure in echten Räumen gemacht und bereits ausbalanciert haben. Ein wenig Luft oberhalb von 10 kHz ist meist das Einzige, was hilft. Bei allem, was darüber hinausgeht, streitest du mit der Person, die sie gemischt hat.
Elektronische Musik: Straffe die Bässe, statt sie anzuheben. Eine Anhebung bei 60 Hz verschmiert bei einer schnellen Kick die Transiente, und der Track verliert seinen Drive – eigentlich wolltest du ja Kontur, nicht Lautstärke.
Rock und Metal: Die Gitarren sitzen in den oberen Mitten – genau wie die Schärfe. Kleine Eingriffe von ein, zwei Dezibel verändern hier mehr als ein großer Eingriff an jeder anderen Stelle.
Podcasts und Hörbücher: Nimm den Bass zurück und hol den Stimmbereich nach vorn. Sprache braucht Klarheit, keine Wucht, und die meisten Musik-Presets arbeiten aktiv dagegen.
Das Problem an alldem
Du stellst eine Kurve für Hip-Hop ein. Dann kommt ein Klavierstück, und die Kurve ist immer noch da, hebt immer noch einen Subbass-Bereich an, in dem gar nichts passiert, und hält die Mitten zurück, die das Klavier braucht. Die Einstellungen waren für den einen Track richtig und für den nächsten falsch, und die einzige Lösung ist, eine App zu öffnen und sie dort umzustellen, was mitten im Song niemand tut.
Überlass es den Earbuds
Genau für dieses Problem gibt es Auto-EQ. STELLARvibe erkennt den Track, den du gleich abspielst, bestimmt, welche Art von Musik es ist, und lädt in etwa 180 Millisekunden eine passende Kurve – vor dem ersten Beat, nicht erst nach dreißig Sekunden. Dahinter stecken 17 abgestimmte Presets, und um das Genre zu bestimmen, werden nur Songtitel und Künstler mit öffentlichen Online-Musikdatenbanken abgeglichen – kein Audio, kein Konto, nichts wird bei uns gespeichert.
Die manuelle Kontrolle behältst du. Jedes Preset lässt sich bearbeiten und speichern, und wenn dir etwas Besseres gelingt als uns, kannst du es mit Share EQ als Link oder QR-Code an jemanden schicken. Standardmäßig denkst du aber nie darüber nach – und das ist für die meisten Menschen die meiste Zeit genau das richtige Maß an Gedanken über einen Equalizer.
STELLAR FlyPods kommen mit Auto-EQ und der kostenlosen STELLARvibe-App – Hybrid-ANC mit –28 dB, 12-mm-Treiber, IPX5, 83 £ inkl. MwSt. Wenn du den Unterschied lieber hören als darüber lesen willst: Die interaktive Demo läuft in deinem Browser.
Auto-EQ-Demo anhören